Am 31.03.2026 fand der legendäre Fliegenbindeabend in der Polizeikaserne Krumpendorf statt.
In der ehrwürdigen (und an diesem Abend erstaunlich fischigen) Atmosphäre der Polizeikaserne Krumpendorf versammelte sich alles, was Rang, Namen und halbwegs ruhige Hände beim Fliegenbinden hat.
Pünktlich – also nur minimal verzögert – eröffnete Sektionsleiter Dietmar Kogler den Abend mit einem feierlichen Akt: der Ehrung der „Fischer des Jahres“ von 2018 bis 2024. Die Medaillen glänzten beinahe so schön wie die Geschichten, die dazu im Umlauf waren. Man munkelt, einige Fänge seien im Laufe der Jahre um mehrere Zentimeter – wenn nicht Meter – gewachsen.
Ein besonderes Highlight war die Auszeichnung des neuen „Fischers des Jahres 2025“ – ein junger Mann mit bemerkenswertem Talent. Ihm wird nachgesagt, dass er tatsächlich eine Laube von einem Hecht unterscheiden kann – und das sogar ohne Lesebrille. Die Zukunft des Vereins scheint also gesichert.
Im Anschluss wurden unsere Fliegenbindeinstruktoren Ernst und Sepp geehrt, die mit Engelsgeduld und Adleraugen dafür sorgen, dass aus Federn, Fäden und gelegentlichem Chaos wahre Kunstwerke entstehen. Dies alles geschah im würdigen Beisein unseres Ehrenmitglieds Friedl Tomasin, der die Gelegenheit nutzte, um seine legendären Geschichten rund um seine berühmten Hutfliegen zum Besten zu geben. Ob diese Fliegen mehr Fische oder mehr Bewunderung gefangen haben, bleibt bis heute ungeklärt.
Danach ging es ans Eingemachte – oder besser gesagt ans Gebundene: Mit höchster Präzision, viel Enthusiasmus und einer erstaunlichen Menge an Kaffee (und anderen motivierenden Getränken) wurden wieder Fliegen gebunden, die selbst kritischste Forellen ins Grübeln bringen dürften.
Wie es sich gehört, entwickelte sich der Abend schließlich zu einem geselligen Beisammensein mit unzähligen „Gschichten“, herzhaftem Gelächter und der festen Überzeugung, dass genau dieser Abend der lustigste seit dem letzten Fliegenbindeabend war.
Am Ende waren sich alle einig: Die neue Saison kann kommen – die Fliegen sind bereit, die Fischer motiviert und die Geschichten schon jetzt länger als die meisten Fische.
Petri Heil!
Dietmar Kogler